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Am Heiligabend des Jahres 1837 erblickte Elisabeth Amalie Eugenie in München das Licht der Welt. Alles sprach dafür, dass die Geburt des Kindes unter einem glücklichen Stern stand, und in der Tat war Elisabeth ein fröhliches, empfindsames und zufriedenes Kind. Mit ihren sieben Geschwistern verbrachte sie die Sommermonate jeweils auf dem kleinen Schloss Possenhofen am Starnbergersee. Hier konnte sie ihren Freiheitsdrang ausleben, ging reiten, war eins mit der Natur konnte sich im ihre Tiere kümmern. Elisabeths Mutter Ludovika war eine Tochter des bayrischen Königs Maximilian I. und dessen zweiter Ehefrau Karolina von Baden. Ihre drei Schwestern ehelichten allesamt je ein Mitglied eines Königshauses, doch Ludovika heiratete Max, welcher den Herren von Birkenfeld-Gelnhausen angehörte, einer Seitenlinie der Wittelsbacher. Obschon Max  den Titel „Herzog von Bayern“ tragen durfte, war Ludovika enttäuscht, dass sie sich nicht in ein Königshaus eingeheiratet hatte. Ludovikas Ehe war keine besonders glückliche, denn mit ihrem Mann hatte sie kaum eine Gemeinsamkeit. Max war ein freiheitsliebender Mensch, ein Lebemann und Schürzenjäger, floh wann immer möglich offizielle Pflichten und war unzuverlässig.
m die Erziehung seiner Kinder kümmerte er sich eher wenig, nur seiner Lieblingstochter Sissi war er verfallen. Ludovika hingegen war allen ihren Sprösslingen eine gute, aber auch ehrgeizige Mutter und kümmerte sich rund um die Uhr um sie, brachte ihnen jedoch erst spät die Gepflogenheiten des aristokratischen Lebens bei. Als Sissis älteste Schwester Helene als künftige Ehefrau Kaiser Franz Josephs in Betracht gezogen wurde, sah Ludovika darin ihre Chance, endlich doch noch in das unmittelbare Umfeld einer Krone zu kommen. Ihr Mann Max hatte jedoch nicht besonders viel übrig für solche adlige Verkupplungen. Franz Joseph war Ludovikas Neffe, denn ihre Schwester Sophie hat den Habsburger Erzherzog Franz Karl, Bruder Kaiser Ferdinands I., geheiratet, mit welchem sie fünf Kinder hatte.

Hochzeit mit Franz Joseph
Im Sommer des Jahres 1853 war die Verlobung Helenes mit Franz Joseph in Bad geplant. Doch als sich alle Beteiligten in dem Salzburger Städtchen einfanden, verlief alles anders, denn als Franz Joseph die 15jährige Sissi sah, verliebte er sich in sie und verlobte sich mit ihr anstatt mit Helene. Ludovika war verwundert und Sophie verärgert, denn ihr Sohn sollte die wohlerzogene Helene (Neneh) heiraten und nicht ein Kind, das von höfischen Sitten und Manieren keine Ahnung hatte. Sissi war unbeholfen, verwirrt und wusste nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Wohl fand sie Gefallen an dem jungen Franz Joseph, wurde ihre Unsicherheit zunächst jedoch nicht los. Dennoch entschied sie sich, ihrem Verlobten in die Kaiserstadt Wien zu folgen und ihn zu ehelichen. Im April 1854 fand in der Augustinerkirche die Hochzeit statt, welche so prunkvoll war, wie selbst Wien es selten gesehen hat. Die Liesel von Possenhofen war nun Kaiserin von Österreich, und ihr Leben sollte nun eine jähe Wende erfahren.
 

Es war eine politisch schwierige Zeit, und Kaiser Franz Joseph war stets sehr beschäftigt und hatte im Namen des Staates viele Probleme zu bewältigen. Daher blieb ihm wenig Zeit, sich um seine Frau zu kümmern, weshalb er sie oft allein liess. Elisabeth konnte sich ferner nicht an die strenge Wiener Hofetikette gewöhnen. Sie hasste das strenge Regiment ihrer Tante und Schwiegermutter Sophie, welche grossen Wert auf die Einhaltung der Sitten und Regeln in der Hofburg legte. Sophie akzeptierte Sissi ebenfalls nur zähneknirschend, denn nach wie vor sah sie in der jungen Frau das störrische und widerspenstige Kind aus dem bayrischen Hinterland. Trotz der Abneigung gegenüber all dem Zeremoniell war Sissi zunächst bemüht, alle Erwartungen, die an sie gestellt wurden, zu erfüllen und sich so gut wie mögliche anzupassen und allen Regeln zu fügen. Man versuchte, das unerfahrene Mädchen zu einer Kaiserin zu formen.
Sissis natürliche Schönheit und ihre bezaubernde Ausstrahlung machten sie bei der Bevölkerung beliebt wie kaum eine Kaiserin zuvor. Doch diese Ausstrahlung wurde immer mehr zur Fassade, denn Sissi begann seelisch zu zerfallen und sich in die Melancholie zu flüchten. Oft zog sie sich zurück und drückte ihren Kummer und ihre unerfüllte Sehnsucht nach Freiheit aus, indem sie ihr Empfinden in Gedichten niederschrieb. Im laufe der Zeit häuften sich zahllose Gedichte an, welche später Aufschluss über Elisabeths Gefühlswelt geben sollten. Ihr einziger Trost war ihr Ehemann Franz Joseph, den sie von Herzen liebte. Aber auch dieser Trost hielt sich in Grenzen, war er doch ständig beschäftigt und musste unzähligen Verpflichtungen nachkommen. Sissi gebar ihm zwei Töchter, Sophie und Gisela. Erstere starb jedoch bereits mit zwei Jahren, was ein erster grosser Schicksalsschlag für die Kaiserin bedeutete. Ein mit Freuden erfüllter Moment brachte das Jahr 1858, als Sissi in Schloss Laxenburg einen lang ersehnten männlichen Nachkommen zur Welt brachte, Kronprinz Rudolf. 
 

 

Die Freude wurde jedoch bald getrübt, denn das Kind wurde – wie auch schon Sophie und Gisela – der Mutter entzogen und der Obhut Erzherzogin Sophies  unterstellt, welche den Kindern eine Erziehung erteilen wollte wie sie kaiserliche Nachkommen erhalten müssen, denn Elisabeth empfand sie als zu jung und ungeeignet für diese wichtige Aufgabe. Sissis Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter verschlechterte sich dramatisch. Soweit die populäre Version dieses Abschnittes in Sissis Leben. Moderne Biographen sind aber nach der peniblen Auswertung von Sophies Tagebuch und der Korrespondenz zwischen Sissi und der Kaiserin Mutter überzeugt, dass der Kindesentzug weitgehend ins Reich der Legenden gehört und das Verhältnis zwischen den beiden Frauen nicht ein so schlechtes war, wie allgemein geglaubt wird. Es liegen Dokumente vor, in denen Sophie beim Kaiserpaar um Erlaubnis bittet, ihre Enkelkinder besuchen zu dürfen. Fakt ist, dass Sissi ein untypisches Verhältnis zu Kleinkindern hatte. Sie konnte sie sprichwörtlich nicht riechen. Der Duft eine Kleinkindern bescherte ihr fast Brechreiz. Selbst derjenige ihrer eigenen. Sie mochte Babies noch nie besonders. Vermutlich war es ihr nicht mal so unrecht, dass Sophie zu den Kindern schaute. Später fand Sissi zwar den Zugang zu ihren Kindern und liebte sie auch aufrichtig. Doch bis es soweit war, waren die Kleinen schon längst aus dem Säuglingsalter raus.

 

 

 

Sissis Liebe zu Franz Joseph beruhte auf Gegenseitigkeit. Dennoch litt sie unter seinem krankhaften Pflichtbewusstsein und seiner Arroganz. Er hatte eine gewisse Kaltblütigkeit von seiner Mutter geerbt und liess dies seine Frau nicht selten spüren. Es kam soweit, dass Sissi 1860 aus Wien flüchtete, nachdem sich Frauengeschichten ihres Mannes gehäuft hatten. Sie ging auf Reisen und kehrte oft monatelang nicht nach Wien zurück zu ihrem Mann. Es kommt hinzu, dass Sissi an einer heimtückischen Krankheit litt, welche von den Hofärzten als „Lungenschwindsucht“ deklariert wurde. Mit grosser Wahrscheinlichkeit dürfte es sich dabei jedoch um eine Geschlechtskrankheit gehandelt haben, welche sie sich bei ihrem Mann geholt hatte.
Auf ihren Reisen wurde Sissis gesundheitlicher Zustand stabiler. Sie liess sich für längere Zeit auf Madeira, Venedig und danach auf der griechischen Insel Korfu nieder. 1861 kehrte sie auf Drängen des Wiener Hofes widerwillig in die Kaiserstadt zurück. Elisabeth war zu dem Zeitpunkt schon lange nicht mehr das naive Mädchen wie anfänglich, sondern eine selbstbewusste junge Frau.
Sissi hegte eine innige Liebe zu Ungarn und dessen Kultur und Sprache. Das Land war dem österreichischen Staat jedoch schon lange ein Klotz am Bein, denn das Land kämpfte stets um seine Unabhängigkeit – erfolglos. Erzherzogin Sophie lehnte alles ab, was mit Ungarn zu tun hatte, was natürlich für die staatlichen Beziehungen doppelt schlecht war. Um 1866 befand sich das Habsburgerreich in einer ernsthaften Krise, und ein Zerbrechen des Vielvölkerstaates war fast absehbar. Jetzt setzte sich Sissi mit aller Kraft für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Österreich und Ungarn ein, indem sie den Zuspruch gewisser Rechte und Freiheiten für den ungarischen Staat forcierte. 
Sie schaffte es, dass Ungarn eine gleichberechtigte Nation wurde mit Budapest als Hauptstadt, die der Kaiserstadt Wien ebenbürtig war. Die österreich-ungarische Doppelmonarchie (k.u.k.) war entstanden, und 1867 wurde das österreichische Kaiserpaar in Budapest zum Königspaar gekrönt. Die Ungaren liebten ihre Königin! Im Folgejahr brachte Sissi ihr viertes Kind zur Welt, Erzherzogin Marie valerie. Das Mädchen stand ihrer Mutter näher als ihre Geschwister, wurde von Sissi in der ungarischen Sprache erzogen und verbrachte die meiste Zeit mit ihr im Barockschloss Gödöllö bei Budapest, wo sich Sissi am liebsten aufhielt.

Trotz der Errungenschaft des Völkerverständnisses war Sissi der Politik abgeneigt und beschäftigte sich viel lieber mit sich selbst. Sie war für ihre Schönheit berühmt, welche bald ihren gesamten Tagesablauf bestimmte. Ihr grösster Stolz war ihre Haarpracht, die bis zu den Fersen reichte und die oft Stunden der Pflege in Anspruch nahm. Um ihre extrem schlanke Figur zu halten, trieb sie eifrig Sport, lief kilometerweit, hielt strengste (sehr einseitige) Diät und zwängte sich in enge Korsette, welche sie bis aufs Maximum zuschnürte. Sie war das, was heute als magersüchtig bezeichnet wird. Ihrer Gesundheit hat sie damit freilich keinen Gefallen getan wie sich später zeigen sollte, denn ihr Leibarzt wird 1897 ein geschwächtes und vergrössertes Herz sowie eine allgemein wässrige Blutbeschaffenheit feststellen. Sissi war ihrem Schönheitswahn derart verfallen, dass sie oft allein deswegen ihre Pflichten am Hof vernachlässigte, weil sie sich nicht schön genug fühlte, um sich dem Volk zu präsentieren. Sie unternahm lange Gewaltmärsche, von denen sie selbst das ärgste Hundewetter nicht abzubringen vermochte. Mehrere ihrer Hofdamen quittierten ihr Amt, weil sie diese Strapazen nicht mehr mitmachen konnten.

Elisabeths Ehrgeiz, der mit Egozentrik und Egoismus einherging, schlug sich nicht nur bei ihrem Aussehen nieder, sondern auch beim Reitsport. Wie besessen frönte sie diesem und unternahm oft fast endlose Ritte durch die ungarischen Ebenen. Vor waghalsigen Reitmanövern schreckte sie nie zurück, was ihr Mann und der Hof natürlich höchst ungern sahen, denn eine Königin und Kaiserin darf sich schliesslich nicht leichtsinnig in Gefahr bringen. Der Kaiserin wurde nachgesagt, die beste Reiterin Europas zu sein. Als jedoch rheumatische Beschwerden das Reiten für Elisabeth unmöglich machten, gab sie sich ihrer zweiten grossen Leidenschaft, der Poesie, hin. Sie verehrte ihr grosses Vorbild Heinrich Heine abgöttisch und hegte den Wunsch, nicht nur als Kaiserin, sondern auch als grosse Dichterin in die Geschichte einzugehen.
Später deklarierten Experten Sissis poetische Werke zwar als künstlerisch nicht wertvoll, jedoch geben sie Aufschluss über ihre Person.

Elisabeth zog sich immer mehr vom Hof zurück. Das Verhältnis zu ihrem Mann war so gut wie keines mehr, denn beide Eheleute hatten sich nichts mehr zu sagen, obwohl der Kaiser seine Frau nach wie vor vergötterte. Franz Joseph hat nie gelernt, was ein inniger Gedankenaustausch ist. Somit fand ein solcher auch zwischen ihm und seiner Frau nicht statt. Wie sollte eine Frau dauerhaft bei einem solchen Mann bleiben und glücklich sein? Um Franz Josephs Einsamkeit zu mildern, führte Sissi ihm eigenhändig die Schauspielerin Katharina Schratt zu, welche für ihn eine herzliche Lebensgefährtin wurde.

Entgegen der allgemeinen Auffassung geschah es im Laufe von Sissis rastlosen Jahren jedoch, dass sie und ihr Mann einander wieder näher kamen – wenn auch auf einer ganz anderen Ebene als auf der ehelich-liebenden. Beispielsweise begleitete Franz Joseph seine Frau im Februar 1893 nach Territet am Genfersee. Von dieser gemeinsamen Reise wird von Harmonie und ungetrübtem Beisammensein berichtet. Der Fundus an Briefverkehr zwischen Franz Joseph und Sissi offenbarte sogar, dass das Verhältnis zwischen den beiden Eheleuten in den letzten Lebensjahren Elisabeths gar von grosser Innigkeit, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung geprägt war. Nicht mal vorübergehende Misstimmungen gab es mehr zwischen den beiden.

Wie bereits angetönt war Sissis Leben von einer Reihe von Schicksalsschlägen begleitet, die mit dem frühen Tod ihrer ersten Tochter Sophie begonnen hatte. Im Jahr ihrer Krönung zur ungarischen Königin wurde ihr Schwager Maximilian I., Kaiser von Mexiko, von Aufständischen erschossen. Im Jahre 1886 ertrank einer ihrer engsten Freunde, ihr Vetter König Ludwig II. von Bayern, unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnbergersee. Drei Jahre später nahm sich ihr Sohn Rudolf mit seiner Geliebten Mary Vetsera in Schloss Mayerling das Leben. Dies war der härteste aller Schicksalsschläge, und Sissi hat ihn niemals verarbeiten können, zumal sie sich an der Tragödie wegen ihres eigenen Verhaltens mitschuldig fühlte.

Spätestens jetzt begann Sissis Rastlosigkeit. "Die Seemöve passt nicht ins Schwalbennest. Mir ist ein ruhiges glückliches Familienleben nicht bestimmt", sagte sie einst. Elisabeth war in ihren letzten 15 Lebensjahren ununterbrochen auf Reisen. Biarritz, Miramar, Baden-Baden, Kissingen, Ischl, Korfu, Tunesien, Gödöllö, München, Schweiz, Paris, England, Irland… kreuz und quer durch Europa tingelte die Rastlose. Wenn sie an einer Stätte ihres eigentlichen Wirkens einigermassen mit Freude Halt machte, dann war dies im Hause Marie Valéries. Diese beklagte zunehmend die düstere, depressive, ja oft todessehnsüchtige Stimmung ihrer Mutter und deren wachsenden Wunsch nach Zurückgezogenheit und Einsamkeit. "Es ist zu traurig, dass sie sich mehr und mehr von allem abschliesst. Schon das gemeinsame Frühstück ist ihr ermüdend", vermerkt Marie Valérie. "Leider will Mama mehr denn je allein sein und spricht fortwährend nur von traurigen Dingen."

Ein letzter harter Schlag traf die ohnehin gebrochene und auf den erlösenden Tod wartende Kaiserin am 5. Mai 1897, als ein Telegramm aus Paris vermeldete, dass ihre Schwester Sophie unter den Opfern einer Brandkatastrophe sei, welche von einem defekten Kinematographen an einem Wohltätigkeitsbazar verursacht worden war. Sophie sei jedoch noch nicht aufgefunden worden in der Brandruine. Am Abend desselben Tages kam schliesslich die erschütternde Nachricht über den Fund der fast zur Unkenntlichkeit verbrannten Leiche Sophies. 120 Menschen kamen bei dieser Tragödie ums Leben.

Die Trostlosigkeit von Elisabeths Leben und ihre seelische Leere wurden mit ihrem zunehmenden Alter noch ärger. Sie liess sich nicht mehr photographieren – es gibt die eine oder andere seltene Ausnahme - und versteckte ihr faltig gewordenes Gesicht und vor allem ihre schlechten Zähne hinter ihrem Fächer oder einem Schleier. Kränklichkeit und physische Gebrochenheit addierten sich zu ihrem anhaltenden Kummer. Ihr Gang ist langsam und müde geworden, und doch hinderte sie selbst dies nicht, endlose Spaziergänge zu unternehmen.
 

Wie unerträglich Sissi das Leben geworden ist, hält Marie Valérie in folgender Notiz fest: "Die tiefe Traurigkeit, die Mama früher doch nur zeitweilig umfing, verlässt sie jetzt nie mehr. Da gibt es keinen, auch nur vorübergehenden Sonnenblick mehr – alles ist düster, alles ist trostlos. Die beiden Worte hoffen und sich freuen hat Mama für immer aus ihrem Leben gestrichen. Ihre physische Kraft war eben ihre grösste Freude – und diese Kraft hat sie verlassen." Der Tod wurde zu Elisabeths Ziel. Nichts fürchtete sie weniger als ihn, denn sie konnte sich nicht vorstellen – wie sie selbst sagte – dass es eine Macht gebe, die so grausam wäre, mit einem solchen Leiden wie dem ihren nicht genug zu haben, sondern auch noch die Seele aus einem Körper herausreissen würde, um diese weiter zu foltern. Auch aus Sissis Gedichten dieser Jahre geht deutlich hervor, dass sie selber des Lebens müde geworden war. Ihr Kummer und ihre Vereinsamung  sind ihr unerträglich geworden sein.
 

Tod in Genf und Bestattung in Wien

1898 reiste Elisabeth mehrmals in die Schweiz - wie üblich war sie ohne persönlichen Schutz unterwegs; heutzutage undenkbar. Und da die Helvetische Republik damals eine Aufenthaltshochburg für Anarchisten war, bedeutete dies für gekrönte Häupter allgemein eine reale Gefahr. Doch die Berge und das Klima am Genfersee empfand Elisabeth als wahre Wohltat, so dass sie dieses Risiko in Kauf nahm. Auch im September selben Jahres weilte die Kaiserin wieder im Waadtland und wohnte im Grand Hotel in Caux. Eine Schifffahrt brachte sie am Samstag, 9. September, mit ihrer Begleitdame Irma Gräfin Sztáray nach Genf, wo sie im Hotel Beau Rivage nächtigte. Um nicht erkannt zu werden, war Elisabeth inkognito als "Gräfin Hohenembs" unterwegs, aber es war dennoch bekannt, wer sie in Wirklichkeit war.

Als Sissi am Sonntag, 10. September 1898, mit ihrer Begleiterin das Hotel um 13.35 Uhr verliess und wieder das Schiff besteigen wollte, welches sie über den See bringt, näherte sich ihr etwa 200 Meter vom Hotel entfernt in der Allee auf dem Quai du Mont Blanc auf der Höhe des Hotel de la Paix ein Mann – Luigi Lucheni, ein 25jähriger Anarchist. Dieser bewegte sich strauchelnden Schrittes auf die beiden Damen zu, zog eine dünne geschliffene Feile hervor und stiess sie Elisabeth in die Brust. Die Kaiserin fiel zu Boden. Das alles ging sehr schnell vor sich, so dass niemand realisierte, was soeben geschehen war. Herbei geeilte Passanten halfen Elisabeth aufzustehen"Es ist mir nichts geschehen", sagte sieElisabethbedankte sich mehrsprachig und bestieg mit ihrer Hofdame leichten Schrittes das Schiff. Sie vermutete, dass der junge Mann ihr womöglich die Uhr stehlen wollte.

Auf dem Schiff jedoch sagte Elisabeth mit keuchender Stimme zu Irma Sztáray"Jetzt Ihren Arm. Schnell, bitte!" Doch die tödlich verletzte Sissi sank auf die Knie und sank schliesslich ohnmächtig und totenblass in Sztárays Arme. Diese schrie verzweifelt nach einem Arzt. Noch einmal kam Elisabeth kurz zu Bewusstsein, öffnete die Augen, schaute wie im Delirium um sich, richtete sich mit Sztárays Hilfe sitzend auf und fragte: "Was ist denn mit mir geschehen?". Es waren ihre letzten Worte, sie fiel erneut in Ohnmacht und kam nicht mehr zu Bewusstsein. Dann öffnete SztáraySissis Bluse und das Seidenmieder, um ihr das Atmen zu erleichtern. Da erst entdeckte man auf Herzhöhe einen kleinen Blutfleck auf dem Batisthemd und somit die Verletzung. Ihr Herz wurde von der Feile nicht mittig durchbohrt, sondern punktiert.

Dies kann zur Folge haben, dass die betroffene Person noch eine Zeit lang bei Kräften und handlungsfähig ist. Deshalb blieb die lethale Verletzung vorerst unbemerkt, und Elisabeth schaffte noch den Weg bis ans Deck.
Die leblose Kaiserin wurde sofort zurück ans Ufer und in die Hotelsuite gebracht. Irma Sztáray indes telegrafierte sofort nach Wien: "Ihre Majestät die Kaiserin schwer verwundet". Um 14.40 Uhr aber konnte der Arzt nur noch Elisabeths Tod feststellen. Das zweite Telegramm Sztárays nach Wien folgte ummittelbar: "Ihre Majestät die Kaiserin soeben im Hotel Beau Rivage verschieden."

Luigi Lucheni flüchtete nach dem Attentat in die Rue des Alpes, konnte dort jedoch von Passanten überwältigt und von der Genfer Polizei verhaftet werden. Er gab an, dass er nach Genf gekommen sei, um den Prinz Heinrich von Orléans, den Thronprätendenten von Frankreich, zu töten. Alternativ wollte er König Umberto von Italien umbringen. Da er aber weder diesen noch jenen lokalisieren konnte, habe er die nächst beste Hoheit umgebracht. Man konnte seiner Aussage aber keinen Glauben schenken, denn seit Mai 1898 hielt sich Lucheni in Lausanne auf, wo er sich einer Gruppe von Anarchisten angeschlossen hatte. So vermutete man einen gezielten Mordkomplott gegen die österreichische Kaiserin. Lucheni wurde zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt und beging im Oktober 1910 in seiner Zelle Selbstmord. Seine Worte „Ich bereue nichts!" gingen in die Geschichte ein.

Am Montag, 11. September, verliess am frühern Morgen ein Extrazug die Kaiserstadt in Richtung Genf. An Bord waren Graf Bellegarde, Obersthofmeisterin Maria Theresia Gräfin Harrach und Elisabeths ehemalige Hofdame Marie Gräfin Festetics. Am 13. September wurde Elisabeths Leichnam in Genf eingesegnet, und am 14. September mit dem Extrazug nach Wien gefahren, wo er am 15. Septamber gegen Mittag eintraf. Der Sarg wurde unter Beisein einer riesigen Menschenmenge in die Burgkapelle zur Aufbahrung gebracht. Er blieb geschlossen. Am 16. September fand in der Burgkapelle eine Messe statt. Scharen von Menschen strömten in das Gotteshaus, um von ihrer Kaiserin Abschied zu nehmen. Der Chor sang dazu das "Miserere". Nach einer weiteren Messe am 17. September wurde der Sarg Elisabeths um vier Uhr nachmittags in die Kapuzinergruft überführt. Am 18. September reiste Elisabeths jüngere Schwester Mathilde Ludovica an und liess – um von Sissi Abschied zu nehmen - vom Kapuziner Pater Guardian das Sargenster öffnen. Da war die Leiche der Kaiserin bereits ziemlich entstellt.

Denkwürdig und gleichsam rührend, wenn nicht schon unheimlich, ist ein Zitat in Elisabeths Tagebuch, welches sie kurz vor ihrem Tod niedergeschrieben hat: „Ich möchte, dass meine Seele durch ein kleines Loch in meinem Herzen in den Himmel kommt." Ebenso herzergreifend ist eine Äusserung Elisabeths, die sie einst für Marie Valérie hörbar vor sich hersang: "Und wenn ich einmal sterben muss, so legt mich an das Meer."Obschon es sich beim Genfersee nicht um das Meer handelt, sagte Elisabeth noch am Freitag, zwei Tage vor ihrem Tod, zu Irma Sztáray, sehnsuchtsvoll auf die Weiten des silber-blau glizernden Genfersees hinausblickend: "Es ist ganz die Farbe vom Meer, ganz wie das Meer…"
 


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La veille de Noël 1837, Elisabeth Amalie Eugénie voit le jour à Munich. Tout disait que la naissance de l'enfant était heureuse et qu'Elizabeth était en fait un enfant heureux, sensible et satisfait. Avec ses sept frères et sœurs, elle passa les mois d'été dans le petit château de Possenhofen, situé au bord du lac Starnberg. Ici, elle pouvait vivre son désir de liberté, faire de l’équitation, être seule avec la nature pour s’occuper de ses animaux.
La mère d'Elisabeth, Ludovika, était une fille du roi de Bavière Maximilian Ier et de sa deuxième épouse Karolina von Baden. Leurs trois soeurs épousèrent chacune un membre d'une famille royale, mais Ludovika épousa Max, qui appartenait aux seigneurs de Birkenfeld-Gelnhausen, une ligne de touche du Wittelsbacher. Bien que Max ait été autorisé à porter le titre de "Duc de Bavière", Ludovika était déçue de ne pas s'être mariée dans une maison royale. Le mariage de Ludovika n'était pas particulièrement heureux car elle avait peu de choses en commun avec son mari. Max était un homme épris de liberté, un bon vivant et un coureur de jupons, s'enfonçait chaque fois que possible des fonctions officielles et n'était pas fiable.

Dans l'éducation de ses enfants, il se souciait peu, seule sa fille préférée, Sissi, pour laquelle il était tombé amoureux. Ludovika, en revanche, était une mère bonne mais ambitieuse pour toute sa progéniture et la gardait 24 heures sur 24, mais ne leur enseignait que les pratiques de la vie aristocratique tard dans la vie.Lorsque la sœur aînée de Sissi, Hélène, a été considérée comme la future épouse de l'empereur François-Joseph, Ludovika a compris qu'il lui serait possible d'entrer enfin dans le voisinage immédiat d'une couronne. Cependant, son mari Max n'avait pas grand-chose à offrir pour de tels nobles accouplements. Franz Joseph était le neveu de Ludovika, car sa soeur Sophie a épousé l'archiduc de Habsbourg Franz Karl, frère de l'empereur Ferdinand Ier, avec qui elle a eu cinq enfants.

À l'été de 1853, l'engagement de Helen était planifié avec Franz Joseph à Bad Ischl. Mais quand tout le monde était impliqué dans la ville de Salzbourg, tout se passait différemment, car lorsque Franz Joseph a vu Sissi, 15 ans, il est tombé amoureux d'elle et s'est fiancé avec elle au lieu d'Hélène. Ludovika était stupéfaite et Sophie agacée parce que son fils était censé épouser Hélène (Neneh), une femme de race bien élevée, et non un enfant qui ne connaissait rien des manières courtoises. Sissi était maladroite, confuse et ne savait pas comment gérer la situation. Elle aimait probablement le jeune François-Joseph, mais au début, elle ne pouvait se débarrasser de son incertitude. Néanmoins, elle décida de suivre son fiancé dans la ville impériale de Vienne et de l'épouser. En avril 1854, le mariage eut lieu à l'Augustinerkirche, qui était aussi magnifique que même Vienne le voyait rarement. Le Liesel de Possenhofen était maintenant l'impératrice d'Autriche et sa vie allait maintenant connaître un tournant soudain. C'était une période politiquement difficile et l'empereur Franz Joseph était toujours très occupé et avait de nombreux problèmes à régler au nom de l'État. Par conséquent, il avait peu de temps pour s'occuper de sa femme, c'est pourquoi il la laissait souvent seule. De plus, Elisabeth ne pouvait pas s’habituer à la stricte étiquette de la cour viennoise. Elle détestait le régiment strict de sa tante et de sa belle-mère, Sophie, qui attachaient une grande importance à l'observance des moeurs et des règles de la Hofburg. Sophie a également accepté Sissi à contrecoeur, car elle voyait toujours dans la jeune femme l'enfant têtu et indiscipliné de l'arrière-pays bavarois. Malgré le dégoût de tout le cérémonial, Sissi a d'abord essayé de répondre à toutes les attentes qui lui étaient placées, de s'adapter au mieux et de respecter toutes les règles. Ils ont essayé de faire de la jeune fille inexpérimentée une impératrice. La beauté naturelle de Sissi et son charisme enchanteur l'ont rendue populaire parmi la population comme aucune autre impératrice. Mais ce charisme devint de plus en plus la façade, car Sissi commença à se désintégrer mentalement et à s'échapper dans la mélancolie. Elle s'est souvent retirée, exprimant son chagrin et son désir insatisfait de liberté en écrivant ses sentiments dans la poésie. Au fil du temps, d'innombrables poèmes se sont accumulés, ce qui a ensuite donné des informations sur le monde émotionnel d'Elisabeth. Sa seule consolation était son mari Franz Joseph, qu'elle aimait du fond du cœur. Mais même ce confort était limité, il était constamment occupé et devait s'acquitter d'innombrables obligations. Sissi a donné naissance à deux filles, Sophie et Gisela. Le premier, cependant, est déjà mort à l'âge de deux ans, ce qui signifiait un premier coup du sort majeur pour l'Impératrice. Un joyeux moment a marqué l'année 1858, lorsque Sissi, au château de Laxenburg, a donné naissance à une progéniture tant attendue, le prince héritier Rudolf.

La joie, cependant, s'est vite estompée parce que l'enfant, comme Sophie et Gisela, a été privé de sa mère et placé sous la responsabilité de l'archiduchesse Sophies, qui souhaitait donner aux enfants une éducation comme ils devraient recevoir des descendants impériaux, car Elisabeth les a trouvés trop jeunes et inadapté à cette tâche importante. La relation de Sissi avec sa belle-mère s'est considérablement détériorée. Jusqu'à présent, la version populaire de cette section dans la vie de Sissi. Les biographes modernes, cependant, après l'analyse minutieuse du journal de Sophie et la correspondance entre Sissi et la mère de l'impératrice, sont convaincus que l'enlèvement d'enfants fait largement partie des légendes et que les relations entre les deux femmes n'étaient pas aussi mauvaises qu'on le croit généralement. Il existe des documents dans lesquels Sophie demande au couple impérial l'autorisation de rendre visite à leurs petits-enfants. Le fait est que Sissi avait une relation atypique avec les tout-petits. Elle ne pouvait pas la sentir littéralement. L'odeur d'un bambin lui donna presque la nausée. Même la sienne. Elle n'a jamais vraiment aimé les bébés. Vraisemblablement, ce n’était pas si grave que Sophie a regardé les enfants. Plus tard, Sissi a retrouvé l'accès à ses enfants et l'aimait sincèrement. Mais jusqu'à ce que cela se produise, les plus petits étaient déjà sortis de leur enfance. L'amour de Sissi pour Franz Joseph était réciproque. Elle a pourtant souffert de son sens du devoir morbide et de son arrogance. Il avait hérité de sa mère un certain sang-froid et l'avait laissé souvent sentir à sa femme. Il se trouve que Sissi s'est échappée de Vienne en 1860, après que les récits de la femme de son mari aient été rassemblés. Elle est partie en voyages et n'est souvent pas retournée à Vienne pendant des mois pour voir son mari. En outre, Sissi souffrait d'une maladie insidieuse, déclarée par les médecins comme une "consommation pulmonaire". Selon toute vraisemblance, il s’agissait peut-être d’une maladie vénérienne qu’elle avait apportée avec son mari. Au cours de ses voyages, la santé de Sissi est devenue plus stable. Elle s'est installée longtemps à Madère, à Venise, puis sur l'île grecque de Corfou. En 1861, à contrecœur, elle rentre dans la ville impériale à la demande de la cour de Vienne. À l'époque, Elisabeth n'était plus la fille naïve, comme elle l'était au début, mais une jeune femme confiante. Sissi avait un amour intime pour la Hongrie, sa culture et sa langue. Cependant, le pays est depuis longtemps un os dans le pied de l’État autrichien, car le pays a toujours lutté pour son indépendance - sans succès. L'archiduchesse Sophie a refusé tout ce qui avait un rapport avec la Hongrie, ce qui bien entendu était doublement néfaste pour les relations entre États. En 1866, l'empire des Habsbourg était en grave crise et un éclatement de l'État multinational était presque prévisible. Maintenant, Sissi travaillait d'arrache-pied pour que les relations entre l'Autriche et la Hongrie soient équilibrées, en continuant d'affirmer certains droits et libertés pour l'État hongrois.
Cela a permis à la Hongrie de devenir une nation égale avec Budapest comme capitale, égale à la ville impériale de Vienne. La double monarchie austro-hongroise (k.u.k.) est créée et, en 1867, le couple impérial autrichien est couronné couple royal à Budapest. Les Hongrois aimaient leur reine! L'année suivante, Sissi a donné naissance à son quatrième enfant, l'archiduchesse Marie Valérie. La jeune fille était plus proche de sa mère que de ses frères et soeurs. Elle avait été éduquée par le suédois Sissi et passait la plupart de son temps au château baroque de Gödöllö, près de Budapest, où Sissi préférait rester.

Malgré l’atteinte de la compréhension des gens, Sissi était opposée à la politique et préférait de loin s'occuper d'elle-même. Elle était célèbre pour sa beauté, qui déterminait bientôt toute sa routine quotidienne. Sa plus grande fierté était ses cheveux, qui atteignaient les talons et prenaient souvent des heures de soin. Pour garder sa silhouette extrêmement mince, elle poursuivait avec passion le sport, courait sur plusieurs kilomètres, observait le régime le plus strict (très unilatéral) et se serrait dans des corsets serrés, qu'elle fixait au maximum. Elle était ce qu'on appelle aujourd'hui anorexique. Bien sûr, elle ne fit aucun bien à sa santé, comme elle le prouva par la suite, car en 1897, son médecin personnel remarqua un cœur affaibli et élargi et une affection du sang généralement liquide. Sissi était devenue si délirante qu'elle négligeait souvent ses devoirs à la cour car elle ne se sentait pas assez gentille pour se présenter à la population. Elle a entrepris de longues marches forcées dont elle a été incapable de dissuader même le pire climat canin. Plusieurs de ses demoiselles d'honneur ont démissionné parce qu'elles ne pouvaient pas participer à ces efforts. L'ambition d'Elisabeth, accompagnée d'égocentrisme et d'égoïsme, se reflétait non seulement dans son apparence, mais également dans les sports équestres. Comme elle était obsédée, elle s’y livrait et faisait souvent des promenades presque sans fin à travers les plaines hongroises. Elle n'a jamais reculé devant les manœuvres de casse-cou que son mari et la cour hésitaient bien sûr à voir, car une reine et une impératrice ne devaient pas se mettre en danger de manière imprudente. On a dit que l'impératrice était le meilleur cavalier d'Europe. Cependant, lorsque les plaintes rhumatismales ont rendu impossible le manège d'Elisabeth, celle-ci a cédé à sa deuxième grande passion, la poésie. Elle a adoré son grand modèle Heinrich Heine et a chéri le désir d'entrer dans l'histoire non seulement en tant qu'impératrice, mais également en tant que grand poète. Par la suite, les experts n'ont pas déclaré que les œuvres poétiques de Sissi avaient une valeur artistique, mais ils ont fourni des informations sur leur personne. Elisabeth se retire de plus en plus de la cour. La relation avec son mari était pratiquement inexistante, car les deux époux n'avaient plus rien à dire, même si l'empereur adorait toujours sa femme. Franz Joseph n'a jamais appris ce qu'est un échange d'idées intime. Ainsi, cela n'a pas eu lieu entre lui et sa femme. Comment une femme devrait-elle rester en permanence avec un tel homme et être heureuse? Afin d'atténuer la solitude de Franz Joseph, Sissi lui tendit personnellement l'actrice Katharina Schratt, qui devint un partenaire chaleureux pour lui.

Contrairement à la croyance populaire, cependant, au cours des années agitées de Sissi, elle et son mari se sont rapprochés - encore à un niveau très différent de celui des amoureux des relations conjugales. Par exemple, François Joseph a accompagné son épouse en février 1893 à Territet au bord du lac Léman. Ce voyage est partagé par l'harmonie et le rassemblement sans nuages. Le fonds de correspondance entre Franz Joseph et Sissi a même révélé que la relation entre les deux époux au cours des dernières années de la vie d'Élisabeth était caractérisée par une grande intimité, une grande confiance et une estime mutuelle. Il n'y avait même pas de troubles temporaires entre les deux. Comme on l'a déjà mentionné, la vie de Sissi a été accompagnée d'une série de coups du destin qui avaient commencé avec la mort prématurée de sa première fille Sophie. L'année de son couronnement en tant que reine hongroise, son beau-frère, Maximilien Ier, empereur du Mexique, fut abattu par des insurgés. En 1886, l'un de ses amis les plus proches, son cousin le roi Louis II de Bavière, se noya dans le lac Starnberg dans des conditions encore floues. Trois ans plus tard, son fils Rudolf et sa maîtresse Mary Vetsera se suicident au château de Mayerling. Ce fut le plus dur de tous les coups du destin, et Sissi ne put le supporter, d'autant plus qu'elle se sentait complice de la tragédie de son propre comportement.

Au moins maintenant commençait l'inquiétude Sissi. "La mouette ne rentre pas dans le nid d'hirondelle, je ne suis pas destiné à une vie de famille tranquille et heureuse", a-t-elle déclaré une fois. Elisabeth voyageait continuellement au cours de ses 15 dernières années. Biarritz, Miramar, Baden-Baden, Kissingen, Ischl, Corfou, Tunisie, Gödöllö, Munich, Suisse, Paris, Angleterre, Irlande ... Sillonnant l’Europe, l’homme inquiet résonnait. Si elle se faisait plaisir dans un lieu où elle travaillait, c’était chez Marie Valéries. Elle se plaignait de plus en plus de l'humeur sombre, dépressive, souvent sans cœur de sa mère et de son désir croissant d'isolement et de solitude. "C'est trop triste qu'elle soit de plus en plus épuisée par tout, même prendre son petit déjeuner ensemble est fatiguant pour elle", note Marie Valérie. "Malheureusement, maman veut être plus seule que jamais et parle toujours de choses tristes."

Un dernier coup porté à l'attaquant, déjà brisé et en attente de la mort rédemptrice, le 5 mai 1897, lorsqu'un télégramme de Paris rapporta que sa soeur Sophie était parmi les victimes d'un incendie, causé par un cinématographe défectueux dans un bazar de charité. , Cependant, Sophie n'avait pas été trouvée dans l'incendie. Finalement, dans la soirée du même jour, vint la nouvelle bouleversante de la découverte du corps de Sophie, presque complètement brûlée. 120 personnes ont été tuées dans cette tragédie.

La désolation de la vie d’Elisabeth et son vide émotionnel s’aggravent à mesure qu’elle grandit. Elle ne s'est pas laissée photographier - il y a une ou deux rares exceptions - et a caché son visage ridé et surtout ses mauvaises dents derrière son éventail ou son voile. La morbidité et les ruptures physiques ont ajouté à son chagrin continu. Sa marche est devenue lente et fatiguée, mais elle-même n’a pas empêché cela de marcher sans fin.
 

Comme la vie de Sissi est devenue insupportable, Marie Valérie note dans la note suivante: "La profonde tristesse, que Maman n’avait autrefois que temporairement incluse, ne la quitte plus jamais, car il n’ya pas de vision du soleil, même temporaire, - tout est sombre, Ces mots sont à la fois sans espoir et pleins d’espoir, ce qui l’a laissée pour toujours à l’écart de sa vie et sa force physique a été sa plus grande joie - et ce pouvoir l’a quittée. " La mort est devenue le but d'Elisabeth. Elle ne craignait rien de moins que lui, car elle ne pouvait pas imaginer - comme elle l’avait dit elle-même - qu’il existait un pouvoir aussi cruel que de ne pas avoir assez de souffrances comme celle-ci, mais aussi l’âme d’un corps les déchirerait pour les torturer davantage. Il ressort également des poèmes de Sissi de ces années qu’elle-même était fatiguée de la vie. Sa douleur et sa solitude lui sont devenues insupportables.
 

Mort à Genève et inhumation à Vienne

En 1898, Elisabeth se rendit plusieurs fois en Suisse. Comme d'habitude, elle voyageait sans protection personnelle. impensable de nos jours. Et comme la République helvétique était à l'époque une place forte des anarchistes, cela représentait un réel danger pour les têtes couronnées en général. Mais la montagne et le climat du lac Léman étaient un vrai régal pour Elisabeth, alors elle a pris ce risque. Toujours en septembre de la même année, l'impératrice était de retour dans le canton de Vaud et habitait au Grand Hotel de Caux. Le samedi 9 septembre, elle s'est rendue à Genève en bateau avec son escorte Irma Countess Sztáray, où elle a passé la nuit à l'hôtel Beau Rivage. Pour ne pas être reconnue, Elisabeth était incognito en chemin sous le nom de "Comtesse Hohenembs", mais on savait toujours qui elle était vraiment.

Lorsque Sissi a quitté l'hôtel avec son compagnon le dimanche 10 septembre 1898 à 13h35, elle a voulu monter à nouveau à bord du bateau qui l'a emmenée de l'autre côté du lac. Elle s'est alors approchée de l'hôtel, quai du Mont, à environ 200 mètres de l'hôtel. Blanc à la hauteur de l'Hôtel de la Paix, un homme - Luigi Lucheni, un anarchiste de 25 ans. Il a trébuché vers les deux dames, a sorti un dossier fin et poli et l'a jeté dans la poitrine d'Elizabeth. L'impératrice est tombée à terre. Tout s'est passé très vite, donc personne n'a réalisé ce qui venait de se passer. En se dépêchant, les passants ont aidé Elisabeth à se lever. "Rien ne m'est arrivé", dit-elle. Elisabeth la remercia en plusieurs langues et monta facilement avec sa dame d'honneur. Elle devina que le jeune homme pourrait vouloir voler sa montre.

Sur le bateau, cependant, Elisabeth dit à Irma Sztáray d'une voix sifflante: "Maintenant, ton bras, vite, s'il te plaît!" Mais Sissi, mortellement blessé, se laissa tomber à genoux et finit par sombrer dans un évanouissement et une pâleur mortelle dans les bras de Sztára.


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Elisabeth Kaiserin von Österreich - Jahr 1865

Franz Xaver Winterhalter ( * 1805 † 1873 )

Foto: 8. Juni 1867
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